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„Kolonialismus ist nicht vorbei“

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In einem Interview mit der Zeitung taz argumentiert der Aktivist Peter Emorinken-Donatus, dass der Kolonialismus nicht beendet ist, sondern in neuen Formen fortbesteht – insbesondere durch die Aktivitäten europäischer Konzerne in Afrika. Er beschreibt, wie multinationale Unternehmen natürliche Ressourcen ausbeuten, Umweltzerstörung vorantreiben und lokale Gemeinschaften untergraben, oft ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Diese Dynamiken, so erklärt er, stehen in engem Zusammenhang mit der Klimakrise, die Länder des Globalen Südens überproportional stark trifft.

Das Gespräch knüpft an Themen an, die auch bei der Veranstaltung „Climate Crisis and Colonialism – Taking Stock and African Responses“ im Rahmen des Festival contre le racisme im August 2023 an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg behandelt wurden. Dabei werden sowohl die Fortdauer neokolonialer Strukturen als auch die Bedeutung afrikanischer Perspektiven und Lösungsansätze hervorgehoben.

Über Peter Emorinken-Donatus

Peter Emorinken-Donatus ist Umweltaktivist und freier Journalist. Als Preisträger des Panterpreises 2022 setzt er sich für Umwelt- und Klimagerechtigkeit sowie für antikoloniale und antirassistische Anliegen ein. Der Panterpreis wird seit 2005 vergeben – zunächst von der taz, seit 2009 von der taz Panter Stiftung.

Er wuchs in Nigeria auf, wurde während Protesten gegen die Umweltzerstörung durch Shell im Nigerdelta inhaftiert und kam später nach Deutschland. Heute ist er die erste Schwarze Person, die erste Person afrikanischer Herkunft und die erste Person aus dem Globalen Süden im Aufsichtsrat von Greenpeace Deutschland.

Er setzt sich dafür ein, dass Ökozid als Verbrechen im internationalen Recht anerkannt wird. Nur durch global durchsetzbare Regeln, so argumentiert er, könne verhindert werden, dass europäische Konzerne in Afrika Dinge tun, die ihnen in Europa verboten sind.

Hier geht es zum vollständigen Interview: https://taz.de/Aktivist-ueber-Oekozide/!5949027/