05.11.2026 Wie weiter mit Belarus? Einzelheiten

Wann: Do., 05.11.2026, 18:30
Einlass: 17:30 Uhr
Wo: taz-Kantine und im Livestream
Sprache: Deutsch / Belarussisch (mit Simultanübersetzung)
Eintritt frei. Platzreservierung erforderlich.
Die Teilnahme in der Kantine selbst ist nur mit einem im Voraus gebuchten Ticket möglich. Wir bitten Sie daher um eine Anmeldung über unser Ticket-Portal. Die Plätze sind begrenzt, der Eintritt ist kostenlos. Zusätzlich wird die Veranstaltung in die vorderen Räume der taz Kantine übertragen, wofür es keiner Anmeldung bedarf. Der Zugang zur Veranstaltung ist barrierefrei.
„Das Recht auf Meinungsfreiheit zu verteidigen, bedeutet, sich selbst treu zu bleiben“ – für diese Haltung bezahlte der Friedensnobelpreisträger und Wjasna-Gründer Ales Bialiatski jahrelang mit seiner Freiheit in den Straflagern des Lukaschenko-Regimes.
Seine vor kurzem erwirkte Freilassung ins Exil ist ein historisches Zeichen der Hoffnung für die belarussische Demokratiebewegung – doch der autoritäre Repressionsapparat bleibt im Kern unverändert. Tausende politische Gefangene leiden weiterhin unter Verfolgung, während das Land eng an Russlands Aggressionskurs gekoppelt bleibt.
Im Zentrum des Abends stehen die persönlichen Eindrücke und die Stimme des Nobelpreisträgers selbst. Im ersten Teil spricht Ales Bialiatski im Dialog über seine Jahre in Haft, den Moment seiner Freilassung und die Frage, wie der Kampf für die Menschenrechte und ein freies Belarus aus dem Exil weitergeht.
Im Anschluss wird die Deutschland-Premiere des neuen Dokumentarfilms „Bialiatski | Unbroken“ (2026) von Alexandrina Glagoljewa gezeigt. Der Film zeichnet den unbeugsamen Lebensweg Bialiatskis und den jahrzehntelangen Mut der belarussischen Zivilgesellschaft hautnah nach.
Im Gespräch:
Ales Bialiatski ist Friedensnobelpreisträger, Menschenrechtler und Gründer des Menschenrechtszentrums Wjasna.
Tigran Petrosyan moderiert diesen talk. Er ist Leiter der Osteuropa-Projekte der taz panterstiftung.
Der Eintritt ist frei – doch Engagement für Menschenrechte und Demokratie in Belarus braucht weiterhin Unterstützung. Mit Ihrer Spende stärken Sie Exil-Journalist:innen, Menschenrechtler:innen und zivilgesellschaftliche Initiativen.
15.10.2026 Kongress von Mérida (Migrationsjournalismus – IX. Ausgabe) Einzelheiten

Datum: 15. Oktober 2026
*Anmeldung möglich
*Um Ihren Platz für den 15. Oktober zu sichern, ist eine Spende an die Stiftung porCausa erforderlich
Der weltweit einzige Kongress für Migrationsjournalismus kehrt am 15. Oktober 2026 mit seiner neunten Ausgabe zurück. Am 15. Oktober kommen mehr als 100 Journalist*innen aus aller Welt erneut in Mérida zum IX. Internationalen Kongress für Migrationsjournalismus zusammen. In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf die Berichterstattung über migrantische Kinder und Jugendliche.
Erfahren Sie hier mehr über die Veranstaltung.
14.10.2026 Die Preisträger*innen stehen fest! Einzelheiten

Wann: Mi., 14.10.2026, 18:00 Uhr
Wo: Museum der Arbeit, Hamburg
Was: Preisverleihung des taz Panterpreises (Moderation: Gereon Asmuth, inkl. Musikprogramm)
Anmeldung: pretix.eu/panter/preis
Die Jury hat entschieden, welches Medienprojekt den zweiten panterpreis erhält. Doch beide Gewinner*innen des Leser:innen- und des Jurypreises werden erst am 14. Oktober in Hamburg bekannt gegeben.
taz panterstiftung | Am 1. September 2026 war die Jury zur Vergabe des taz panterpreises in die taz geladen. Die taz-Leser*innen hatten schon im Juni darüber entschieden, wer von den sieben nominierten Medienprojekten den Preis der Leser*innen zum Thema „Unabhängig, kritisch resilient: Medien von unten“ erhalten soll. Nun stimmte die Jury darüber ab, welches der restlichen sechs Projekte den zweiten Preis bekommen soll. Beide Preise sind mit je 5.000 EUR dotiert.
Auch diesmal war die Entscheidungsfindung ein hartes Ringen, das in mehrere Runden ging. Schließlich gab es gute Argumente für jedes der nominierten Projekte. Es wurden Fragen diskutiert wie: Sollte vor allem der beharrliche, langjährige Einsatz eines Mediums ausgezeichnet werden? Oder eher welches Projekt für die Medienbildung am wichtigsten ist? Wer braucht am meisten Unterstützung und kann das Preisgeld am besten gebrauchen? Wer greift Themen auf, die sonst unter den Tisch fallen? Oder sollten insbesondere Medien im Osten Deutschlands gefördert werden?
An der Jury wirkten mit:
• Frauke Böger, Spiegel-Redakteurin im Ressort Deutschland/Panorama
• Steffen Grimberg, Medienjournalist & Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbands in Berlin und Brandenburg
• Canset İçpınar, (Interims-) Chefredakteurin & Leiterin der digitalen Transformation Der Freitag
• Martin Kaul, Investigativjournalist beim Rechercheverbund von NDR, WDR und SZ, Mitglied im Vorstand von Reporter ohne Grenzen & im Kuratorium der taz panterstiftung
• Hannes Kreschel, Aktivist und Content Creator
Die taz panterstiftung bedankt sich für das Engagement der Jury!
Die Gewinner*innen werden allerdings erst bei der Preisverleihung am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr im Museum der Arbeit bekannt gegeben. Bei der feierlichen Veranstaltung werden die Gewinner*innen von taz-Moderator Gereon Asmuth vorgestellt, und es gibt auch ein musikalisches Begleitprogramm. Mehr Infos zur Preisverleihung finden Sie hier. Direkt anmelden können Sie sich unter diesem Link: pretix.eu/panter/preis.
12.10.2026 Freie Radios – Freiraum unter Druck (lost & found) Einzelheiten

Montag 12. Oktober (18:30–19:30 Uhr)
Thema: Presse & Demokratie
Format: Podiumsgespräch & Dialog
Ort: Kunst- und Mediencampus Hamburg, Finkenau 35, Gebäude C, 22081 Hamburg
Informationen & Anmeldung: Registrieren Sie sich hier.
Freie Radios sind wichtige Orte demokratischer Gegenöffentlichkeit und geben marginalisierten Perspektiven eine Stimme. Doch finanzielle Unsicherheit und der digitale Wandel stellen viele Sender vor große Herausforderungen. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus der Praxis diskutieren wir im Format „lost & found“ der taz panterstiftung über technische Infrastruktur, Finanzierung, neue Formen von Reichweite und die politische Bedeutung freier Radios. Moderation: Moritz Martin, Programmkoordinator der taz panterstiftung. Weitere Gäste werden noch bekannt gegeben.
Registrieren Sie sich hier.
02.10.2026 Workshop: Lokales ist Globales – Die Küche des Konstruktiven Journalismus Einzelheiten

Datum und Uhrzeit: 02.10.2026 (16:00 – 18:00 Uhr)
*Festivalticket erforderlich
*Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
In diesem interaktiven Workshop, der von der tazpanterstiftung organisiert wird, bringen wir Journalist*innen (Fachleute oder Nachwuchskräfte), Festivalbesucher*innen (die breite Öffentlichkeit) und Alumni des panternetzwerks zusammen. Der Ausgangspunkt ist ein aktuelles lokales oder nationales Thema. Durch den Dialog mit Journalist*innen aus anderen Ländern oder Vertretern der Zivilgesellschaft erweitern die Teilnehmer*innen ihre Perspektive: Wie wird über dieses Thema berichtet? Welche Lösungsansätze werden diskutiert? Zum Beispiel: Als Großstadt hat Berlin zunehmend mit den Folgen von Hitzewellen zu kämpfen. Einkommensschwache Stadtteile sind oft besonders betroffen. Welche Lösungen gibt es – von Nachbarschaftsinitiativen bis hin zu kommunalen Maßnahmen? Und wie werden ähnliche Herausforderungen in Cusco, Barcelona oder Bagdad angegangen? Welche Erfahrungen, Perspektiven und potenziellen Lösungen lassen sich vergleichen?
Im Sinne des konstruktiven Journalismus liegt der Schwerpunkt auf dem Perspektivwechsel, der Findung von Lösungen und dem konstruktiven Dialog. Der Workshop schafft Raum für gemeinsames Lernen, neue journalistische Fragestellungen und internationale Vernetzung. Dieser Austausch kann Ideen für Recherchen, Berichterstattung oder andere journalistische Formate anstoßen – oder einfach ein tieferes Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen fördern.
Als Live-Journalismus-Format im „Maschinenraum“ oder der „Küche“ einer Redaktion lädt der Workshop die Teilnehmer*innen zu einem offenen Gespräch auf Augenhöhe ein. Er bietet einen Blick hinter die Kulissen journalistischer Arbeit: Gemeinsam gewinnen die Teilnehmer*innen Einblick darin, wie aus einer Idee, einer Beobachtung oder einer Frage durch Perspektivwechsel, Recherche und Diskussion eine journalistische Story – und manchmal sogar ein neues Format – entstehen kann.
Speakers:
Gemma Terés Arilla – Taz Panter Stiftung / Geschäftsführerin
Htet Htet Khine – Freie Journalistin
Catherine Wanjeri Kariuki – Kameme FM & Kameme TV / Journalistin
Johanna Czech – Freie Journalistin
Lena Schubert– Loky* / Freie Autorin und Journalistin bei loky*
24.09.2026 Afrika und die Weltmächte – Wer gestaltet die Zukunft? Einzelheiten

Sprache: Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung
Wann: Do., 24.09.2026, 19 Uhr
Sektempfang: 18 Uhr
Beginn: 19 Uhr
Wo: taz Kantine und im Livestream.
Friedrichstr. 21
10969 Berlin
Expert:innen und Teilnehmer:innen eines Workshops der taz panterstiftung debattieren das Verhältnis ihres Kontinents zu den großen Mächten der Welt – und stellen ihr gemeinsam produziertes Magazin vor.
taz panterstiftung | Die Wirtschaftsleistung allein Deutschlands ist heute etwa 1,5-mal so groß wie die Afrikas – obwohl dort 20-mal mehr Menschen leben. Europas wirtschaftliche und technologische Ressourcen böten enorme Möglichkeiten für faire Partnerschaften mit dem afrikanischen Kontinent – die Bekämpfung von Armut, die grüne Transformation und nachhaltige Entwicklung.
Doch Europas hochnervöse Gesellschaften sind heute vor allem mit sich selbst beschäftigt: Sie fürchten Russland, fühlen sich von den USA verlassen, sind gespalten durch den Aufstieg der Rechtsextremen, überwältigt von der Klimakrise und überfordert mit der Migration.
Viele dieser Themen haben direkt mit Afrika zu tun. Doch für eine Nachbarschaftspolitik, die Europas und Afrikas Zukunft gemeinsam gestaltet, fehlen Mut und Wille. Andere Akteure füllen dieses Vakuum: Russland mit Militärkooperation, China mit Infrastruktur, die Golfmonarchien mit Investitionen. Oder sie wenden sich ab – wie die USA. Afrikanische Staaten versuchen, aus der Konkurrenz dieser Mächte neue Handlungsspielräume in einer sich veränderndern Weltordnung zu gewinnen.
Seit April 2026 haben Print-, TV- und Radiojournalist:innen aus 16 afrikanischen Ländern beim 5. taz Panter Afrika Workshop darüber nachgedacht, wie sich das Verhältnis ihres Kontinents zu den großen Mächten der Welt verändert. Daraus ist ein 64-seitiges, zweisprachiges Magazin entstanden.
Bei diesem taz talk stellen sie das Magazin mit Spotlights auf ihre Länder vor und debattieren mit Expert:innen über globale Mächte und ihren Einfluss auf die Zukunft Afrikas.
Im Gespräch:
🐾 Dr. Karoline Eickhoff, Forschungsgruppe „Megatrends Afrika“, Stiftung Wissenschaft und Politik
🐾 Dr. Andreas Grünewald, Brot für die Welt
🐾 Claire Mom, Reporterin Tageszeitung The Cable, Nigeria
🐾 Mildred Pedun, TV-Journalistin NTV, Uganda
🐾 Prof. Anja Osei, Otto-Suhr Institut der FU Berlin (angefragt)
Spotlights afrikanischer Journalist:innen auf ihre Länder:
🐾 Geopolitik und Krieg in Sudan – Ismar Idris, Medienplattform Sudan Bukra, Darfur/Sudan
🐾 Äthiopiens Grüne Revolution – Dabia Nesredin, Al Jazeera, Äthiopien
🐾 Afrikas Rekruten für Russlands Ukraine-Krieg – Saleck Zeid, Mauretanien
🐾 Milliardenbusiness LNG – Samuel Comé, Mosambik
Moderation:
🐾 Christian Jakob, taz-Redakteur und redaktioneller Leiter des Afrika-Workshops
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